Apex: Charlize Theron glänzt in neuem Netflix-Hit

Charlize Theron Netflix Apex

Mit „Apex“ liefert Charlize Theron erneut eine Darstellung ab, die zeigt, warum sie zu den eindringlichsten körperlichen Schauspielerinnen unserer Zeit gehört. Mit knapp 50 Jahren beweist das Ausnahmetalent hier einmal mehr, dass sie Filme nicht nur spielt, sondern körperlich durchlebt, aber auch mit ihrer Performance zur Gänze tragen kann. Immer noch!

Charlize Theron: Eine Schauspielerin der Körperlichkeit

Sieht man sich allein die ersten Szenen des neuen Netflix Hits Apex an, erinnert man sich sofort an Charlize Therons radikale Performance in „Monster“ oder auch an ihre Präsenz in „Mad Max: Fury Road.“ Auch in „Apex“ arbeitet Theron mit dieser enormen physischen Ausdruckskraft.

Ihre Bewegungen, ihre Anspannung, ihre Erschöpfung. All das wird für uns Zusehende spürbar und erfahrbar. Sie spielt nicht bloß Schmerz oder Überleben, sie vermittelt beides körperlich. Zumindest hat man diesen Eindruck. Und genau dadurch entwickelt der Film seine Intensität.

Apex: Extremsport, Natur und Überlebensdynamik

Das Milieu des Extremsports passt somit perfekt zu Therons Präsenz. Der Film „Apex“ entfaltet seine Wirkung daher weniger über komplexe Handlungsebenen als über Atmosphäre, Spannung und körperliche Erfahrung. Dabei überzeugt „Apex“ aber auch durchaus aufgrund seiner Naturdarstellungen. Die Landschaften erzeugen eine Bildarbeit, die das filmische Erlebnis ebenfalls befeuert und ihm eine raue, unmittelbare Energie verleiht. Sozusagen der gelungene Rahmen zu Charlize Therons Kraftakt.

Apex: Ein kleiner Netflix-Film mit großer Spannung

Inhaltlich bleibt der Film zwar eher schlicht. Die Geschichte selbst ist dabei nicht wirklich außergewöhnlich komplex und bewegt sich oft auf vertrautem Terrain. Doch genau hier zeigt sich die Stärke der Inszenierung von Regisseur Baltasar Kormákur. Denn trotz seiner Einfachheit gelingt es dem Film, eine konstante Spannung aufrechtzuerhalten. Man bleibt dran. Man will wissen, wie weit diese Figur noch gehen wird.

Ein weiterer Netflix-Film der extrem spannend ist: A House of Dynamite. Ein absoluter Must Watch!

Charlize Theron: Schmerzhaft intensiv

Besonders stark ist dabei die körperliche Dimension des Films. Theron vermittelt Belastung, Schmerz und Grenzerfahrung mit einer Eindringlichkeit, die den Film über sein eigentlich eher simples Narrativ hinaushebt. Gerade dadurch entsteht diese Dynamik, die „Apex“ so sehenswert macht.

„Apex“ ist daher einer der besseren Netflix-Filme der letzten Zeit. Kein überinszenierter Blockbuster, sondern ein kleiner, intensiver Film, der vor allem durch Charlize Therons körperliche Performance funktioniert. Und auch zeigt, dass man nicht unbedingt Millionen braucht, um einen rasanten und gelungenen Actionthriller produzieren zu müssen.

„Apex“ ist ein Film, der vielleicht erzählerisch nicht revolutionär ist, aber durch Präsenz, Spannung und Atmosphäre überzeugt. Und vor allem punktet er mit einer herausragenden Charlize Theron, die wohl zu jener seltenen Art von Schauspielerinnen gehört, die einen ganzen Film allein durch ihre Erscheinung tragen können. Klar könnte man ihr erlebtes Abenteuer auch als eine feministische Emanzipation interpretieren – wenn es schon jemand intellektuell schwülstig haben will. Aber sei es drum. „Apex“ ist ein gelungener Actionthriller, der wunderbar unterhält und mitreißt.


Titelbild © Netflix