Noch während die ersten Töne von „Every Minute Counts“ beim Dancer Against Cancer Ball in der Wiener Hofburg den prunkvollen Saal erfüllten, war kla: Julie Faith ist kein gecasteter Popstar aus der Marketing-Schublade. Da stand keine Marionette mit Mikrofon, sondern eine junge Künstlerin, die genau weiß, warum sie singt. Angeführt von Yvonne Rueff zogen Betroffene in die Mitte des Saals und legten nacheinander Rosen nieder – ein stilles, aber verdammt mächtiges Zeichen gegen den Krebs. Julie Faith lieferte dazu nicht einfach nur den Soundtrack. Sie war in diesem Moment die Stimme einer Bewegung. Während die Rosen im Zentrum des Saals landeten, wurde ihre Performance zum emotionalen Anker für die gesamte Crowd.
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Das Power-Duo: Wenn es einfach matcht
Dass die Stimmung so glanzvoll rüberkam, liegt auch an der Zusammenarbeit auf der Bühne. Julie hat den Track gemeinsam mit Stella Maria geschrieben und performt. Das Ergebnis? Ein echtes Match. Stellas Routine auf den großen Stages und Julies tiefgehende musikalische DNA haben sich hier perfekt ergänzt. Keine Show-Effekte um der Effekte willen, sondern eine Kollaboration auf Augenhöhe, die dem Abend genau die richtige Mischung aus Glanz und echtem Gefühl gegeben hat.
Dahinter steckt System: Das Label Rhythm and Poetry rund um den Künstler Fii kuratiert jedes Jahr gezielt Newcomer-Talente für den offiziellen DAC-Song. Dass die Wahl dieses Jahr auf Julie Faith fiel, unterstreicht ihren Status als eine der spannendsten neuen Stimmen Wiens.
Release & Visuals
Passend zum Auftritt wurde auch der Release strategisch geplant: Der offizielle Song zum Dancer Against Cancer Ball erschien am 17. April, begleitet von einem Benefizkonzert und einer Pressekonferenz. Wer tiefer in die Story eintauchen will, sollte sich unbedingt das offizielle YouTube-Video zum Song ansehen.
Es fängt die ehrliche Energie und den Vibe des Tracks perfekt ein und liefert die passenden Bilder zu der Botschaft, die Julie und Stella auch live in die Hofburg gebracht haben.
Die Evolution: Von „Little Einsteins“ zur Song-Maschine
Julies Weg begann an einem Ort, den wir alle kennen: vor dem Fernseher. Mit drei Jahren saß sie fasziniert vor dem Cartoon Little Einsteins und sang die klassischen Melodien nach. Was als süßer Kindheit-Spleen anfing, wurde schnell ernst.

Dank ihrer Lehrerin stand sie schon als kleiner Zwerg bei monatlichen Open Stages auf der Bühne. Das Ergebnis? Rampenlicht fühlt sich für sie heute natürlicher an als das Klassenzimmer.
Statt auf Abkürzungen setzt Julie auf ein starkes musikalisches Fundament, das sie ständig weiterentwickelt hat:
- Mit 7 Jahren: Start an der Geige – die Basis für ihr feines Gehör für Harmonien.
- Mit 11 Jahren: Der Wendepunkt am ZMV 14. Gesang und Klavier kamen dazu – und im Workshop „Songschreiberei“ entstand der erste Song.
- Mit 15 Jahren: Der endgültige Move Richtung Freiheit. Die Geige wurde gegen die Gitarre getauscht, um ihre Songs unabhängig performen und ihren eigenen Sound schärfen zu können.
Disziplin hinter dem Vibe
Hinter dem natürlichen Talent steckt eine Work-Ethic, vor der man den Hut ziehen muss.

Seit sie 11 ist, nimmt Julie dreimal die Woche Privatunterricht in Gesang, Klavier und Gitarre – und das alles während andere im Matura-Stress untergehen. Diese Disziplin zeigt sich auch in ihrem Output:
- Online: Eine EP mit 6 Songs, 4 Solo-Tracks und 3 Kollabs auf Spotify – alles aus ihrer eigenen Feder.
- The Vault: In ihrem Song-Notebook warten über 100 weitere Tracks auf ihren Einsatz.
- Zukunft: 12 neue Songs für das kommende Album sind bereits fix geplant.
- Live-Erfahrung: Über 40 Eigenkompositionen hat sie bereits live vor Publikum getestet.
Preise statt nur Klicks
Dass Julie Faith nicht nur im stillen Kämmerlein überzeugt, zeigen die Fakten:
2024 holte sie beim wienXtra Podium den 2. Platz – solo gegen Bands, U20 – und 2025 folgte der verdiente 1. Platz beim Podium Unplugged Solo.

Ihr Sound ist dabei so international wie ihre Biografie: Geprägt von multikulturellen Wurzeln, ist Englisch für sie als Muttersprache ein ganz natürlicher Ausdruck. Das hört man in jeder Zeile – da wird nichts künstlich übersetzt, das kommt direkt aus dem Herzen.
Julie Faith beweist, dass man keine künstliche Marketing-Hülle braucht, wenn man echtes Handwerk und Ableton-Produktion kombiniert. Sie bleibt ein absolut greifbarer Artist, der viel fühlt und das direkt in Songs gießt. Ob in der Hofburg oder in deiner Playlist: An dieser Wienerin kommt man definitiv nicht mehr vorbei.
